Basedow unser Dorf

 

 

Kein Händeschütteln!

Häufig Hände gründlich waschen!


Corona-Virus - Basedower Familie möglicherweise betroffen

Mar 10, 2020

 

Angehörige und Bürger sind in Trauer: Bei dem ersten verstorbenen deutschen Corona-Patienten handelt es sich um einen Mitbürger aus unserer Gemeinde.

 

Was ist passiert? Ein Ehepaar aus Basedow unternahm am 22. Februar 2020 eine Urlaubsreise nach Ägypten, um an einer einwöchigen Kreuzfahrt auf dem Nil und einem einwöchigen Badeurlaub in Hurghada teilzunehmen. Als der Ehemann am 6. März über Fieber klagte, kam er ins Krankenhaus, wo er zwei Tage später verstarb. Seine Frau war schon vorher nach Hause geflogen. Am Flughafen Hamburg wurde sie ohne nähere Fremdkontakte von ihrem Sohn abgeholt.

 

Noch in der Nacht vom 8. auf den 9. März (Sonntag-Montag) wurden die deutschen Behörden verständigt, daß der Ehemann auf Grund der Virus-Infektion verstorben ist. Diese Nachricht wurde der Ehefrau unverzüglich von der Polizei überbracht. Sie befindet sich seitdem mit ihrem Sohn in häuslicher Quarantäne, ebenso die beiden Polizisten, die die Todesnachricht überbrachten. Eine Testung auf das Virus ist veranlasst. Ziel des Gesundheitsamtes ist es, den Infektionszeitpunkt einzugrenzen, um die relevanten Kontaktpersonen herauszufinden.

 

Bürgermeister Hans-Dieter Lucht steht im engen Kontakt mit den zuständigen Behörden wie Verwaltung Lauenburg und Kreis-Gesundheitsamt, falls weitere besondere Maßnahmen zu ergreifen sind. Derzeit besteht aber kein Anlass für über die Quarantäne hinausgehende Maßnahmen. Das erschütternde Ereignis gibt aber Anlass für jeden Bürger, sich bewusst zu sein, dass die von der Bundesregierung und vom Robert-Koch-Institut herausgegebenen Empfehlungen unbedingt eingehalten werden sollten. Dazu gehören u.a. die Meidung von Großveranstaltungen und Massenansammlungen, Vermeidung unnötigen Körperkontakts wie Händeschütteln; Hände sollten häufiger gründlich gewaschen werden.

 

Bürgermeister Lucht informierte noch am Montagabend auf der öffentlichen Sitzung der Gemeindevertretung über die tragische Situation und mahnte zur Besonnenheit: "Unser Mitgefühl gilt der Familie, die jetzt die Solidarität aller Bürger braucht. Wir alle hoffen, daß die Quarantäne für die Familie schnell beendet werden kann und sich keine Ausweitungen ergeben."